
NZD/USD gibt am Montag um 0,25 % nach und notiert zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels bei rund 0,5680, obwohl die Erwartungen an eine Zinserhöhung in Neuseeland zunehmen. Der Neuseeland-Dollar (NZD) kann kaum von der Aussicht auf eine weitere geldpolitische Straffung durch die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) profitieren, da die Anleger in dieser Woche mehrere wichtige geldpolitische Entscheidungen und Konjunkturveröffentlichungen abwarten.

Die Erwartungen an die bevorstehende geldpolitische Entscheidung der RBNZ haben sich zuletzt in Richtung einer weiteren Zinserhöhung verschoben. TD Securities hat seine kurzfristige Einschätzung zur RBNZ geändert und erklärt: „Wir hatten prognostiziert, dass die RBNZ auf ihrer Sitzung im Oktober eine Zinspause einlegen würde. Nun erwarten wir, dass die Notenbank den offiziellen Leitzins (Official Cash Rate) auf ihrer Sitzung in dieser Woche um 25 Basispunkte auf 3 % anheben wird.“ Trotz des veränderten Zeitplans betonen die Strategen der Bank: „Dennoch halten wir an unserer Prognose von Zinserhöhungen um jeweils 25 Basispunkte im Dezember und Februar fest. Damit steigt der von uns erwartete Höchststand im Zinszyklus von 3,25 % auf 3,50 %.“
Die jüngsten Daten aus Neuseeland zeigten, dass die Inflation im dritten Quartal etwas stärker zurückging als erwartet. Volkswirte rechnen jedoch im vierten Quartal mit einem erneuten Anziehen der Verbraucherpreisinflation. Dadurch könnte die Inflationsrate auf über 4 % steigen und damit oberhalb des RBNZ-Zielkorridors von 1 % bis 3 % liegen.
Dieser Ausblick könnte die Zentralbank dazu veranlassen, ihre Geldpolitik weiter zu straffen, um den Preisdruck einzudämmen. Dies könnte den Neuseeland-Dollar stützen.
Auf US-Seite bleibt der US-Dollar (USD) unter Druck, da erwartet wird, dass die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) die Zinsen auf ihrer geldpolitischen Sitzung am 27. und 28. Oktober unverändert lassen wird.
Laut dem CME FedWatch-Tool preisen die Märkte eine Wahrscheinlichkeit von 90 % für unveränderte Zinsen im Oktober ein, während die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung im Dezember bei 79 % liegt.
Dieses mögliche Auseinanderdriften der geldpolitischen Ausrichtung beider Zentralbanken könnte NZD/USD stützen, insbesondere wenn die RBNZ ihre Absicht bestätigt, die Zinsen weiter anzuheben.
Die Anleger verfolgen zudem aufmerksam die bevorstehenden US-Konjunkturveröffentlichungen, insbesondere den Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE), das bevorzugte Inflationsmaß der Fed, sowie die vorläufigen Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das dritte Quartal. Diese Indikatoren könnten die Erwartungen an den künftigen US-Zinspfad und damit die Entwicklung des US-Dollars beeinflussen.
Im Stundenchart notiert NZD/USD bei 0,5687. Das Währungspaar bewegt sich zwischen seinen wichtigen gleitenden Durchschnitten: Es hält sich über dem einfachen gleitenden Durchschnitt (SMA) über 200 Perioden bei 0,5665, notiert jedoch knapp unter dem 100-Perioden-SMA bei 0,5689. Dies deutet auf ein begrenztes Aufwärtspotenzial im Tagesverlauf bei einer insgesamt weiterhin gestützten Kursstruktur hin. Der Relative-Stärke-Index (14) liegt mit 47,2 knapp unter der neutralen 50er-Marke und signalisiert nach dem jüngsten Rücksetzer aus dem Bereich von 0,5700 eine Konsolidierung.
Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand am 100-Perioden-SMA bei 0,5689, gefolgt von der horizontalen Hürde bei 0,5710. Auf der Unterseite befindet sich eine erste Unterstützung an der horizontalen Marke von 0,5668, vor dem 200-Perioden-SMA bei 0,5665. Dort dürften Käufer versuchen, die übergeordnete Intraday-Handelsspanne zu verteidigen.
(Die technische Analyse dieses Artikels wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)