EUR/USD-Kursprognose: Bären warten auf Bruch der Unterstützung bei 1,1115–1,1110, während die EZB im Fokus bleibt

  • EUR/USD gerät während des asiatischen Handels angesichts einer leicht anziehenden USD-Nachfrage erneut unter Verkaufsdruck.
  • Frankreichs Haushaltsprobleme und die politische Blockade belasten den Euro vor der EZB-Sitzung zusätzlich.
  • Ein Rückgang unter 1,1115–1,1110 dürfte angesichts der bärischen Konstellation den Weg für weitere Verluste ebnen.

Das Währungspaar EUR/USD gerät am Donnerstag während des asiatischen Handels erneut unter Verkaufsdruck. Aufkommende Käufe des US-Dollars (USD) bremsen die moderate Erholung des Vortages aus dem Bereich von 1,1110, dem niedrigsten Stand seit Mai 2025. Anschlussverkäufe bleiben jedoch aus, da Händler vor dem wichtigen Zentralbankentscheid und bedeutenden US-Konjunkturveröffentlichungen zunächst abwarten.

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Die Europäische Zentralbank (EZB) wird im weiteren Tagesverlauf ihren geldpolitischen Beschluss bekannt geben. Es wird erwartet, dass sie die Zinssätze unverändert lässt, zugleich aber mit Blick auf eine mögliche Anhebung um 25 Basispunkte im Dezember einen restriktiven Kurs signalisiert. Sorgen über Frankreichs wachsende Verschuldung und die politische Blockade vor der Wahl im kommenden Jahr könnten die Gemeinschaftswährung jedoch weiterhin belasten. Der USD erhält dagegen angesichts der Erwartungen einer restriktiven Geldpolitik der US-Notenbank (Fed) und geopolitischer Unsicherheiten wieder Auftrieb. Dies deutet darauf hin, dass der Weg des geringsten Widerstands für EUR/USD weiterhin nach unten führt.

Auch aus technischer Sicht bleibt der kurzfristige Ausblick für den Kassakurs unterhalb des exponentiellen gleitenden Durchschnitts (EMA) über 100 Perioden im -Stunden-Chart bärisch. Zudem deutet der Relative-Stärke-Index (RSI) bei rund 40,2 auf eine weiterhin schwache Aufwärtsdynamik hin, obwohl sich der Moving Average Convergence Divergence (MACD) geringfügig verbessert hat und seine Linie leicht ins Positive gedreht ist. Dies bestätigt den negativen Ausblick. Bärisch positionierte Marktteilnehmer dürften allerdings einen Bruch unter den Bereich von 1,1115–1,1110 abwarten, bevor sie auf eine Fortsetzung des seit rund zwei Monaten etablierten Abwärtstrends setzen.

Auf der Oberseite dürften Händler die untertägigen Kursschwankungen um 1,1140 auf Anzeichen für eine Bodenbildung oder eine Fortsetzung der bärischen Kursfolge beobachten. Etwaige Erholungsversuche dürften bereits vor der runden Marke von 1,1200 auf einen ersten Widerstand stoßen. Darauf folgt der 100-Perioden-EMA bei 1,1215. Ein nachhaltiger Anstieg über dieses Niveau wäre erforderlich, um den aktuellen Abwärtsdruck zu verringern und eine tragfähigere Erholungsphase zu ermöglichen.

(Die technische Analyse dieses Artikels wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)

EUR/USD im 4-Stunden-Chart

Chart Analysis EUR/USD

Wirtschaftsindikator

EZB-Zinssatz für die Einlagefazilität

Der Zinssatz für die Einlagefazilität ist einer der drei Leitzinssätze der Europäischen Zentralbank. Er bestimmt, zu welchem Satz Guthaben verzinst werden, die Banken bei der EZB hinterlegen. Die Europäische Zentralbank gibt ihn auf jeder ihrer acht regulären Sitzungen pro Jahr bekannt.

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Nächste Veröffentlichung: Do., 29. Okt. 2026, 13:15 Uhr

Häufigkeit: Unregelmäßig

Konsens: 2,5 %

Vorheriger Wert: 2,5 %

Quelle:Europäische Zentralbank