EUR/JPY-Kursprognose: Handel um 176,00 nahe dem 9-Tage-EMA

  • EUR/JPY könnte am Zwölfmonatstief von 175,10 unmittelbare Unterstützung finden.
  • Der 14-Tage-Relative-Stärke-Index nahe 35 signalisiert schwaches Momentum.
  • Die erste Hürde liegt am Neun-Tage-EMA bei 176,32.

EUR/JPY gibt nach moderaten Gewinnen am Vortag leicht nach und notiert am Donnerstag im asiatischen Handel bei rund 175,90. Die technische Analyse des absteigenden Trendkanals im Tageschart deutet auf eine weiterhin klar bärische Ausrichtung des Währungspaars hin.

Die kurzfristige Ausrichtung von EUR/JPY bleibt bärisch, da das Währungspaar sowohl unter dem exponentiellen gleitenden Neun-Tage-Durchschnitt als auch unter dem entsprechenden 50-Tage-Durchschnitt (EMAs) notiert. Der kurzfristige EMA liegt unter dem längerfristigen und verstärkt damit die Abwärtstendenz. Zugleich deutet der 14-Tage-Relative-Stärke-Index (RSI) bei rund 35 auf schwaches Momentum hin. Er nähert sich dem überverkauften Bereich, hat diesen aber noch nicht erreicht.

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EUR/JPY könnte in Richtung des am 23. Oktober erreichten Zwölfmonatstiefs von 175,10 fallen. Darunter folgt die untere Begrenzung des absteigenden Trendkanals bei rund 174,60. Weitere Rückgänge unter diese durch das Zusammentreffen technischer Marken gebildete Unterstützungszone würden den Weg für einen Vorstoß in die Region um das 15-Monatstief bei 169,72 öffnen.

Auf der Oberseite liegt die erste Hürde am Neun-Tage-EMA bei 176,32, gefolgt von der oberen Begrenzung des absteigenden Trendkanals nahe 178,20. Ein weiterer Widerstand liegt am 50-Tage-EMA bei 178,99. Ein erfolgreicher Ausbruch über diesen mittelfristigen gleitenden Durchschnitt würde eine bullische Trendwende auslösen und einen Anstieg von EUR/JPY in den Bereich des am 17. April erreichten Allzeithochs von 187,95 begünstigen.

Chart Analysis EUR/JPY
EUR/JPY: Tageschart

Yen rückt im G10-Ranking vor, da Interventionen die Gewinne stützen

Die Strategen der Rabobank heben die verbesserte Entwicklung des Yen innerhalb der G10-Währungsgruppe hervor. Sie stellen fest, dass „der JPY im bisherigen Halbjahresverlauf nach der NOK die zweitstärkste G10-Währung ist“ und „seit Jahresbeginn die viertstärkste G10-Währung“. Sie geben jedoch zu bedenken, dass diese Widerstandsfähigkeit nicht ausschließlich aus eigener Kraft entstanden sei, und betonen, dass „umfangreiche Devisenmarktinterventionen zugunsten des JPY in diesem Jahr wesentlich zu seiner Stützung beigetragen haben“.

(Die technische Analyse dieses Artikels wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)

Häufig gestellte Fragen zum japanischen Yen

Der japanische Yen (JPY) gehört zu den meistgehandelten Währungen der Welt. Sein Wert wird grundsätzlich von der Entwicklung der japanischen Wirtschaft bestimmt. Zu den konkreten Einflussfaktoren zählen unter anderem die Geldpolitik der Bank of Japan, die Renditedifferenz zwischen japanischen und US-amerikanischen Anleihen sowie die Risikobereitschaft der Händler.

Zu den Aufgaben der Bank of Japan gehört die Steuerung der Währung, weshalb ihre Maßnahmen für den Yen von zentraler Bedeutung sind. Die BoJ hat gelegentlich direkt an den Devisenmärkten interveniert, in der Regel mit dem Ziel, den Yen abzuwerten. Aus Rücksicht auf politische Bedenken ihrer wichtigsten Handelspartner verzichtet sie jedoch auf häufige Eingriffe. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ zwischen 2013 und 2024 führte zu einer Abwertung des Yen gegenüber den wichtigsten anderen Währungen, da die geldpolitische Ausrichtung der Bank of Japan und anderer bedeutender Zentralbanken zunehmend auseinanderlief. In jüngerer Zeit hat die schrittweise Abkehr von dieser ultralockeren Geldpolitik dem Yen etwas Unterstützung gegeben.

Im vergangenen Jahrzehnt hat das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik dazu geführt, dass ihre geldpolitische Ausrichtung zunehmend von der anderer Zentralbanken, insbesondere der US-Notenbank Federal Reserve, abwich. Dadurch weitete sich die Renditedifferenz zwischen zehnjährigen US-amerikanischen und japanischen Staatsanleihen aus, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen begünstigte. Die Entscheidung der BoJ im Jahr 2024, schrittweise von der ultralockeren Geldpolitik abzurücken, führt zusammen mit Zinssenkungen anderer großer Zentralbanken zu einer Verringerung dieser Differenz.

Der japanische Yen gilt häufig als sicherer Hafen. Das bedeutet, dass Anleger in Zeiten von Marktstress aufgrund der vermeintlichen Verlässlichkeit und Stabilität der japanischen Währung eher dazu neigen, ihr Geld in Yen anzulegen. In turbulenten Zeiten dürfte der Yen gegenüber anderen Währungen aufwerten, die als riskantere Anlagen gelten.