

Während des europäischen Handels am Mittwoch fielen die Dow-Jones-Futures um 0,22 % auf rund 52.460 Punkte, während die Futures auf den S&P 500 um 0,08 % auf rund 7.760 Punkte und die Nasdaq-100-Futures um 0,45 % auf knapp 29.950 Punkte zulegten.
Der US-Dollar-Index notierte im frühen europäischen Handel bei rund 102,40. EUR/USD wurde nahe seinem Jahrestief von 1,1113 gehandelt, nachdem das Währungspaar am Dienstag bei rund 1,1145 und im frühen asiatischen Handel am Mittwoch bei etwa 1,1125 gelegen hatte. Das Pfund Sterling fiel unter 1,3300, nachdem es am Dienstag mit einem Minus von 0,14 % bei 1,3321 notiert hatte. USD/CHF stieg während des asiatischen Handels den vierten Tag in Folge auf rund 0,8300. USD/CAD legte den zweiten Tag in Folge zu und hielt sich später über 1,4000. USD/JPY notierte am Dienstag bei rund 157,85.
Gold erholte sich am Dienstag von einem Tagestief bei 3.989 US-Dollar um mehr als 1 % auf 4.061 US-Dollar. Im frühen asiatischen Handel am Mittwoch notierte der Goldpreis anschließend bei rund 4.065 US-Dollar, erreichte ein Wochenhoch nahe 4.070 US-Dollar und gab danach von diesem Hoch wieder nach.
Die Reserve Bank of New Zealand beließ ihren offiziellen Leitzins, die Official Cash Rate, bei einer knappen Abstimmung mit 4 zu 3 Stimmen unverändert bei 2,75 % und widersprach damit den weitverbreiteten Erwartungen einer Anhebung um 25 Basispunkte. Vor der Bekanntgabe hatten die Geldmärkte eine Anhebung auf 3 % mit einer Wahrscheinlichkeit von 100 % eingepreist.
Die Zentralbank signalisierte, dass eine weitere geldpolitische Straffung dennoch erforderlich sein könnte, um der steigenden Inflation im vierten Quartal entgegenzuwirken. Der Neuseeland-Dollar fiel im asiatischen Handel gegenüber dem US-Dollar unter 0,5600. Eine frühere Kursnotierung vom Mittwoch zeigte einen Rückgang um 1,28 % auf knapp 0,5600; spätere Berichte bezifferten das Minus auf bis zu 1,6 %.
Der Australische Dollar stieg gegenüber dem Neuseeland-Dollar zudem auf den höchsten Stand seit März 2013. Auslöser war das Zusammenspiel aus der überraschenden Zinspause in Neuseeland und höheren australischen Inflationszahlen.
Der getrimmte Mittelwert der australischen Inflation stieg im dritten Quartal saisonbereinigt um 1 % gegenüber dem Vorquartal und übertraf damit die Prognose der Reserve Bank of Australia von 0,8 %, erklärte Nicholas Chia von Standard Chartered. Auch die kurzfristigen Inflationserwartungen erhöhten sich leicht.
Laut Chia deuteten die Kommunikation der RBA und das Protokoll der September-Sitzung darauf hin, dass die Währungshüter angesichts von Verbesserungen bei anderen Arbeitsmarktindikatoren, darunter den offenen Stellen, über den stetigen Anstieg der Arbeitslosigkeit nicht übermäßig besorgt waren. Als weitere Einflussfaktoren für den Inflationsausblick nannte er bestehende Kapazitätsengpässe und hohe Ölpreise.
Der Australische Dollar legte am Mittwoch gegenüber dem US-Dollar um 0,15 % auf knapp 0,7035 zu. AUD/JPY stieg nach Veröffentlichung der Inflationsdaten im asiatischen Handel den vierten Tag in Folge auf rund 111,30.
Die mit dem Iran verbündeten Huthi im Jemen erklärten am Dienstag, eine ballistische Rakete in Richtung der Ölraffinerie Ras Tanura im Osten Saudi-Arabiens abgefeuert zu haben, berichtete Reuters. Ras Tanura ist die größte Raffinerie des Königreichs. Bei der Erklärung handelte es sich um eine Behauptung der Huthi, nicht um eine Bestätigung von Schäden oder Produktionsausfällen.
WTI-Rohöl legte nach zwei Verlusttagen wieder zu, da erneut Sorgen um das saudische Ölangebot aufkamen. Die Referenzsorte notierte am Mittwoch im asiatischen Handel bei rund 100,30 US-Dollar je Barrel und im frühen europäischen Handel bei rund 100,75 US-Dollar. Im weiteren Verlauf des europäischen Handels lagen die an der NYMEX gehandelten WTI-Futures um 1,42 % im Plus bei knapp 101,00 US-Dollar.
Die vergleichsweise niedrigen Gasbestände in Europa und das verringerte LNG-Angebot haben die Abhängigkeit der Region von flexibel verfügbaren LNG-Ladungen erhöht, erklärte Commerzbank-Ökonom Norman Liebke. Der europäische Gasverbrauch lag weiterhin unter dem Niveau früherer Jahre, der Wettbewerb um LNG war jedoch intensiver.
Liebke nannte einen mittelfristigen Ausfall von 17 % der Kapazitäten Katars als begrenzenden Faktor für das Angebot. Seine Einschätzung hob das Zusammenspiel aus niedrigeren Speicherständen und eingeschränkter LNG-Verfügbarkeit hervor, nicht eine gemeldete neue Unterbrechung der Lieferungen nach Europa.
Die kanadische Gesamtinflation auf Verbraucherebene lag im September bei 3,1 % gegenüber dem Vorjahr, verglichen mit der Prognose der Bank of Canada von 2,5 % für das dritte Quartal, erklärte Elias Haddad von Brown Brothers Harriman. Das reale BIP wuchs im zweiten Quartal mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 3,3 % und lag damit ebenfalls über der Prognose der Zentralbank von 2,5 %.
Die zugrunde liegende Inflation blieb verhaltener: Der Durchschnitt der Kerninflationsmaße CPI trim und CPI median lag im September bei 1,85 % und damit knapp unter der Prognose der Zentralbank von 2,0 % für das dritte Quartal. Die Inflationserwartungen der Unternehmen für die kommenden ein und zwei Jahre waren dennoch gestiegen. Zentralbankgouverneur Tiff Macklem warnte kürzlich, dass „das Risiko gestiegen ist, dass sich die Inflation ausweitet und hartnäckiger wird“.
Die Märkte preisten eine Anhebung um 25 Basispunkte auf 2,50 % mit einer Wahrscheinlichkeit von 80 % ein, nachdem die Zinsen seit Dezember 2025 unverändert geblieben waren. Die Ökonomen Taylor Schleich und Ethan Currie von der National Bank of Canada erklärten, dass unausgelastete gesamtwirtschaftliche Kapazitäten und eine verhaltene Kerninflation den Währungshütern zuvor ein geduldiges Vorgehen ermöglicht hätten. Anhaltend hohe Ölpreise und ein robusteres Wachstumsumfeld hätten diese Einschätzung jedoch verändert.
Die Umfrage der Europäischen Zentralbank zum Kreditgeschäft der Banken für das dritte Quartal zeigte laut dem Research-Team der Danske Bank eine stärker als erwartete Verschärfung der Kreditvergabestandards. Der Nettoanteil der Banken, die strengere Standards meldeten, blieb im historischen Vergleich niedrig. Ein Großteil der Verschärfung entfiel auf französische Banken.
Separate Zahlen für September zeigten, dass die Dynamik des Kreditwachstums weiter zunahm und den höchsten Stand seit 2022 erreichte. Die Danske Bank berichtete zudem, dass sich der Renditeabstand zwischen französischen OATs und deutschen Bundesanleihen am Dienstag leicht ausweitete, während der Euro auf breiter Front nachgab.