
Der US-Dollar-Index (DXY), der die Entwicklung des US-Dollars gegenüber einem Währungskorb abbildet, findet den dritten Tag in Folge Käufer und setzt damit seine Erholung von dem am vergangenen Donnerstag erreichten Dreiwochentief fort. Während des asiatischen Handels erreicht der Index ein knappes Zweiwochenhoch, kann anschließend jedoch nicht weiter zulegen. Aktuell notiert er bei rund 102,00, da sich Händler vor der mit Spannung erwarteten geldpolitischen Sitzung des Offenmarktausschusses (FOMC) zurückhalten.

Die US-Notenbank (Fed) wird ihre Entscheidung am Mittwoch bekannt geben. Allgemein wird erwartet, dass sie die Zinsen unverändert lässt. Da keine aktualisierten Konjunkturprognosen veröffentlicht werden, dürften die begleitende geldpolitische Erklärung und die Äußerungen von Fed-Chef Kevin Warsh auf der anschließenden Pressekonferenz im Mittelpunkt stehen. Darüber hinaus werden wichtige US-Konjunkturdaten am Donnerstag, die erste Schätzung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für das dritte Quartal und der Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE), auf weitere Hinweise zum künftigen geldpolitischen Kurs der Fed geprüft. Dieser Ausblick wird wiederum maßgeblich bestimmen, in welche Richtung sich der DXY als Nächstes bewegt.
Im Vorfeld der wichtigen Notenbanksitzung und der mit den Datenveröffentlichungen verbundenen Risiken signalisierten Fed-Vertreter zuletzt, dass keine Eile bei Zinserhöhungen bestehe. Dennoch preisen Händler weiterhin eine Wahrscheinlichkeit von rund 80 % dafür ein, dass die US-Notenbank die Finanzierungskosten im Dezember erneut anheben wird. Zudem stützen Inflationssorgen aufgrund hoher Energiepreise die Aussicht auf eine weitere Straffung durch die Fed. Hinzu kommt, dass sich die US-Anleiherenditen nach ihrem jüngsten Rückgang auf ein Dreiwochentief leicht erholen. Zusammen mit den anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten gibt dies dem US-Dollar als sicherem Hafen Rückenwind. Dies deutet wiederum darauf hin, dass der Weg des geringsten Widerstands für den DXY nach oben führt.
Der DXY behält oberhalb des einfachen gleitenden Durchschnitts (SMA) über 200 Perioden im 4-Stunden-Chart eine konstruktive, bullische Ausrichtung bei. Zudem untermauert der Anstieg über das 23,6-%-Fibonacci-Retracement bei 101,92 den kurzfristigen Aufwärtstrend. Die übergeordnete Aufwärtsbewegung bleibt jedoch durch das Ankerniveau des Kurszyklus nahe 102,95 begrenzt, wo der erste Widerstand liegt.
Auf der Unterseite könnte ein Rückgang unter das zurückeroberte 23,6-%-Fibonacci-Retracement bei 101,92 im Bereich einer markanten strukturellen Unterstützungszone Halt finden. Diese wird durch das 38,2-%-Retracement bei 101,28 und den 200-Perioden-SMA bei 101,26 gebildet. Stärkere Rücksetzer würden das 50,0-%-Retracement bei 100,77 und das 61,8-%-Niveau bei 100,26 ins Visier rücken. Sollte die derzeitige bullische Struktur keinen Bestand haben, wären das 78,6-%-Retracement bei 99,52 und der Bereich um 98,59 weiter entfernte Abwärtsziele.
(Die technische Analyse dieses Artikels wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung des US-Dollars (USD) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen in dieser Woche. Am stärksten entwickelte sich der US-Dollar gegenüber dem Schweizer Franken.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | 0,38 % | 0,20 % | 0,36 % | -0,24 % | 0,14 % | -0,07 % | 0,42 % | |
| EUR | -0,38 % | -0,21 % | -0,07 % | -0,67 % | -0,31 % | -0,48 % | -0,01 % | |
| GBP | -0,20 % | 0,21 % | 0,08 % | -0,48 % | -0,10 % | -0,25 % | 0,16 % | |
| JPY | -0,36 % | 0,07 % | -0,08 % | -0,55 % | -0,28 % | -0,40 % | -0,03 % | |
| CAD | 0,24 % | 0,67 % | 0,48 % | 0,55 % | 0,31 % | 0,10 % | 0,63 % | |
| AUD | -0,14 % | 0,31 % | 0,10 % | 0,28 % | -0,31 % | -0,20 % | 0,09 % | |
| NZD | 0,07 % | 0,48 % | 0,25 % | 0,40 % | -0,10 % | 0,20 % | 0,47 % | |
| CHF | -0,42 % | 0,01 % | -0,16 % | 0,03 % | -0,63 % | -0,09 % | -0,47 % |
Die Heatmap zeigt die prozentualen Veränderungen der Hauptwährungen gegeneinander. Die Basiswährung wird in der linken Spalte ausgewählt, die Kurswährung in der obersten Zeile. Wenn Sie beispielsweise in der linken Spalte den US-Dollar auswählen und der Zeile horizontal bis zum japanischen Yen folgen, zeigt der Wert im entsprechenden Feld die prozentuale Veränderung von USD (Basiswährung)/JPY (Kurswährung).