Euro fällt vom Tageshoch zurück, da sich der US-Dollar erholt – Warten auf deutsche HVPI-Daten

  • Euro korrigiert von 1,1215 auf rund 1,1188, da der US-Dollar wieder Boden gutmacht.
  • Das US-BIP-Wachstum fiel im Zeitraum Juli bis September weiterhin stärker aus als prognostiziert.
  • Anleger warten gespannt auf die vorläufigen deutschen HVPI-Daten für Oktober.

Der Euro (EUR) gibt am Freitag den Großteil seiner anfänglichen Gewinne gegenüber dem US-Dollar (USD) wieder ab. Das Währungspaar EUR/USD korrigiert, nachdem es seine Gewinne nicht über 1,1215 hinaus ausbauen konnte, liegt im europäischen Handel mit rund 1,1188 aber weiterhin 0,11 % im Plus.

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Das Währungspaar gibt nach, da der US-Dollar den Großteil seiner anfänglichen Verluste wieder wettmacht. Die Kombination aus einem starken Wirtschaftswachstum in den Vereinigten Staaten (USA) und Sorgen über eine hohe Inflation hat die Argumente für eine Zinserhöhung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) im Dezember gestärkt.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notiert der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber sechs wichtigen Währungen misst, mit rund 101,72 zwar 0,1 % im Minus, hat sich jedoch von seinem Tagestief bei 101,59 erholt.

Am Donnerstag fielen die vorläufigen Daten zum US-Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das dritte Quartal stärker aus als erwartet. Die Volkswirte der Commerzbank heben hervor, dass die US-Wirtschaft „im dritten Quartal 2026 kräftig um 3,4 % gewachsen ist“. Die erste BIP-Schätzung für das dritte Quartal lag bei „annualisiert 3,4 % gegenüber dem Vorquartal (Bloomberg-Konsens: 3,2 %) nach 2,2 % im zweiten Quartal“. Sie stellen fest, dass „der private Konsum der Haupttreiber war und mit 3,8 % ebenso stark zulegte wie im zweiten Quartal“, während „die Unternehmensinvestitionen, insbesondere im IT-Bereich“, ebenfalls erheblich zum robusten Ergebnis beitrugen.

Unterdessen stieg der US-PCE-Kernpreisindex, der die volatilen Komponenten Nahrungsmittel und Energie ausklammert und zu den bevorzugten Inflationsmaßen der Fed zählt, im Einklang mit den Erwartungen um 3,1 % gegenüber dem Vorjahr. Damit beschleunigte sich der Anstieg gegenüber dem Augustwert von 3 %.

Auf Euro-Seite warten die Anleger auf die vorläufigen deutschen Daten zum Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) für Oktober, die um 13:00 Uhr GMT veröffentlicht werden. Die deutsche HVPI-Gesamtrate dürfte sich im Vorjahresvergleich von 3,3 % im September auf 3,1 % abgeschwächt haben.

Technische Analyse zu EUR/USD

Im Tageschart notiert EUR/USD bei 1,1199 und bleibt kurzfristig leicht bärisch ausgerichtet, da sich das Währungspaar unter dem exponentiellen gleitenden Durchschnitt über 20 Perioden (EMA) bei 1,1223 hält. Dass es diesen kurzfristigen EMA nicht zurückerobern kann, deutet darauf hin, dass das Aufwärtspotenzial vorerst begrenzt bleibt. Zugleich liegt der Relative-Stärke-Index (RSI) mit 42 unter der neutralen Marke von 50. Dies signalisiert eine verhaltene bullische Dynamik, obwohl sich der Indikator zuletzt nach überverkauften Werten stabilisiert hat.

Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand am 20-Perioden-EMA bei rund 1,1223. Sollte der Kurs dort weiterhin abgewiesen werden, dürfte die Abwärtstendenz bestehen bleiben und eine weitere Konsolidierung oder ein erneuter Test der jüngsten Tiefstände wahrscheinlicher werden. Ein klarer Tagesschlusskurs oberhalb dieses gleitenden Durchschnitts wäre nötig, um den bärischen Druck zu verringern und den Weg für eine stärkere Erholung im Rahmen einer Korrektur zu ebnen. Die Momentumindikatoren dürften sich dann ebenfalls verbessern.

(Die technische Analyse dieses Artikels wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)

Wirtschaftsindikator

Harmonisierter Verbraucherpreisindex (Vorjahresvergleich)

Der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI), der monatlich vom Statistischen Bundesamt (Destatis) veröffentlicht wird, ist ein Inflationsindex auf Grundlage einer statistischen Methodik, die zur besseren Vergleichbarkeit in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) harmonisiert wurde. Der Vorjahreswert vergleicht die Preise im Berichtsmonat mit denen des entsprechenden Vorjahresmonats. Im Allgemeinen wirkt sich ein hoher Wert bullisch auf den Euro (EUR) aus, ein niedriger Wert hingegen bärisch.

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Nächste Veröffentlichung: Fr., 30. Okt. 2026, 13:00 Uhr (vorläufig)

Häufigkeit: Monatlich

Konsensprognose: 3,1 %

Vorheriger Wert: 3,3 %

Quelle:Statistisches Bundesamt