Bailey in seiner Rede: Ich glaube nicht, dass wir zu spät gehandelt haben

Andrew Bailey, Gouverneur der Bank of England (BoE), erläutert den geldpolitischen Ausblick und beantwortet Fragen der Presse, nachdem im Anschluss an die Novembersitzung beschlossen wurde, den Leitzins um 25 Basispunkte auf 4 % anzuheben.

Kernaussagen

„Die ermutigenden Nachrichten der vergangenen 48 Stunden bedeuten nicht, dass wir sagen können, weitere Zinserhöhungen seien nicht mehr nötig.“

„Ich glaube nicht, dass wir zu spät gehandelt haben.“

„Ich werde mich nicht auf den Zinsausblick ‚noch zwei Erhöhungen, dann ist Schluss‘ festlegen.“

„Die Lage ist so unbeständig, dass wir den Nachrichten der letzten zwei Tage kein großes Gewicht beimessen können, solange sie nicht durch klare Schritte hin zu einem Friedensprozess untermauert werden.“

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Häufig gestellte Fragen zum Pfund Sterling

Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währung am weltweiten Devisenmarkt (FX). Laut Daten aus dem Jahr 2022 entfallen auf das Pfund 12 % aller Transaktionen mit einem durchschnittlichen täglichen Handelsvolumen von 630 Milliarden US-Dollar. Zu den wichtigsten Währungspaaren zählen GBP/USD, auch als „Cable“ bekannt, mit einem Anteil von 11 % am Devisenhandel, GBP/JPY, unter Händlern auch „Dragon“ genannt (3 %), sowie EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.

Der mit Abstand wichtigste Einflussfaktor für den Wert des Pfund Sterling ist die Geldpolitik der Bank of England. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr vorrangiges Ziel der „Preisstabilität“ erreicht hat, also eine stabile Inflationsrate von rund 2 %. Ihr wichtigstes Instrument dafür ist die Anpassung der Zinssätze. Ist die Inflation zu hoch, versucht die BoE, sie durch Zinserhöhungen einzudämmen. Dadurch werden Kredite für Privatpersonen und Unternehmen teurer. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf das GBP aus, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Anleger als Standort für ihre Geldanlagen attraktiver machen. Sinkt die Inflation zu stark, deutet dies auf eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums hin. In diesem Fall wird die BoE Zinssenkungen in Betracht ziehen, um Kredite zu verbilligen, damit Unternehmen mehr Kredite aufnehmen und in wachstumsfördernde Projekte investieren.

Veröffentlichte Konjunkturdaten geben Aufschluss über den Zustand der Wirtschaft und können den Wert des Pfund Sterling beeinflussen. Kennzahlen wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor sowie Beschäftigungsdaten können die Kursentwicklung des GBP beeinflussen. Eine starke Wirtschaft ist gut für das Pfund. Sie zieht nicht nur mehr ausländische Investitionen an, sondern kann die BoE auch zu Zinserhöhungen veranlassen, die das GBP unmittelbar stärken. Fallen die Konjunkturdaten dagegen schwach aus, dürfte das Pfund Sterling nachgeben.

Eine weitere wichtige Datenveröffentlichung für das Pfund Sterling ist die Handelsbilanz. Dieser Indikator misst die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und seinen Ausgaben für Importe in einem bestimmten Zeitraum. Produziert ein Land stark nachgefragte Exportgüter, profitiert seine Währung allein schon von der zusätzlichen Nachfrage ausländischer Käufer, die diese Waren erwerben möchten. Ein Handelsbilanzüberschuss stärkt daher eine Währung, während ein Handelsbilanzdefizit sie umgekehrt schwächt.