
AUD/USD notiert am Donnerstag zum Zeitpunkt der Berichterstattung bei rund 0,7010 und damit auf Tagessicht 0,21 % im Minus, da der australische Dollar (AUD) von einem neuen Monatshoch zurückweicht. Zunehmende geopolitische Spannungen im Nahen Osten und höhere Ölpreise belasten die risikosensitive Währung. Die restriktive Haltung der Reserve Bank of Australia (RBA) und ein schwächerer US-Dollar (USD) helfen jedoch, den Rückgang zu begrenzen.

Die Marktstimmung trübt sich angesichts erneuter Befürchtungen einer Eskalation im Nahen Osten ein. Berichte über einen Drohnenangriff auf das saudi-arabische Ölfeld Shaybah und den Abzug eines Teils des diplomatischen US-Personals aus der Golfregion haben Sorgen über mögliche Störungen der Energieversorgung geschürt.
Die Preise für Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) sind als Reaktion auf diese Entwicklungen gestiegen und erhöhen den Druck auf den australischen Dollar. Als Nettoenergieimporteur bleibt Australien anfällig für höhere Ölpreise, die die Importkosten erhöhen und die Wirtschaftsaktivität belasten können.
Trotz des ungünstigen Risikoumfelds profitiert der australische Dollar von der vergleichsweise restriktiven Haltung der RBA. Vizegouverneur Andrew Hauser warnte am Donnerstag, dass die am getrimmten Mittel gemessene Inflation im dritten Quartal die Erwartungen übertreffen könnte. Dies bestärkte Spekulationen, dass die Notenbank die Zinsen möglicherweise weiter anheben muss.
Bereits Anfang dieser Woche hatte der stellvertretende RBA-Gouverneur Christopher Kent darauf hingewiesen, dass die neutralen Zinssätze sowohl in Australien als auch weltweit steigen könnten. Diese Äußerungen stützen im Vorfeld der Notenbanksitzung am 3. November die Erwartungen einer strafferen Geldpolitik.
Unterdessen stützt das stärker als erwartet ausgefallene Wachstum des chinesischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) im dritten Quartal den australischen Dollar zusätzlich, da Australien enge Handelsbeziehungen zu China unterhält.
Die allgemeine Schwäche des US-Dollars begrenzt jedoch weiterhin das Abwärtspotenzial von AUD/USD. Sinkende Renditen von US-Staatsanleihen und jüngste Äußerungen von Vertretern der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), die auf keine Dringlichkeit für eine Zinserhöhung auf der Sitzung am 27. und 28. Oktober hindeuten, belasten den Greenback.
Mit Blick auf die kommenden Termine warten Anleger auf die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes (PMI) aus Australien und den USA, deren Veröffentlichung für Freitag vorgesehen ist. Diese Daten könnten weitere Einblicke in die Wirtschaftsaktivität beider Länder liefern. Zugleich richtet sich die Aufmerksamkeit auf die anstehenden geldpolitischen Entscheidungen der Fed und der RBA.
Im Stundenchart notiert AUD/USD bei 0,7016. Das Währungspaar hält sich über dem einfachen gleitenden Durchschnitt (SMA) der letzten 100 Perioden bei 0,6996 und dem 200-Perioden-SMA bei 0,6978, was auf eine leichte Unterstützung hindeutet. Der neutrale Relative-Stärke-Index (RSI) knapp unter der Marke von 50 signalisiert hingegen kurzfristig eher eine Konsolidierung als eine klare Trendrichtung.
Auf der Oberseite liegt ein erster Widerstand bei 0,7020, gefolgt von einer stärkeren Begrenzung an der horizontalen Hürde nahe 0,7037. Auf der Unterseite bietet der 100-Perioden-SMA bei rund 0,6996 unmittelbare Unterstützung, verstärkt durch die nahe gelegene horizontale Unterstützung bei 0,6994. Bei einem stärkeren Rücksetzer würde der 200-Perioden-SMA bei 0,6978 als nächste bedeutende Nachfragezone in den Fokus rücken.
(Die technische Analyse dieses Artikels wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)