AUD/JPY-Kursprognose: Ausbruch aus fallendem Keil rückt 112,00 in Reichweite

  • AUD/JPY steigt deutlich über die Widerstandslinie eines fallenden Keils und untermauert damit den bullischen Ausblick.
  • Käufer nehmen zunächst 111,13 ins Visier, bevor der Bereich zusammenlaufender SMAs bei 111,64–111,71 in den Fokus rückt.
  • Ein Ausbruch über 112,00 rückt als Nächstes den 100-Tage-SMA bei 112,19 in den Blick.

AUD/JPY legt am späten Montag im nordamerikanischen Handel um 0,88 % zu. Das Währungspaar notiert weiterhin oberhalb der Widerstandslinie eines „fallenden Keils“, einer bullischen Chartformation, die den Weg für einen Test höherer Kursniveaus ebnen könnte. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels notiert AUD/JPY bei 110,64, nachdem sich das Paar vom Tagestief bei 109,86 erholt hat.

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AUD/JPY-Kursprognose: Technischer Ausblick

Die Kursentwicklung deutet auf weiteres Aufwärtspotenzial hin. Der erste Widerstand liegt bei 111,13, dem Tageshoch vom 14. Oktober. Diese Marke könnte wie ein Magnet wirken und AUD/JPY nach oben ziehen. Als nächste wichtige Widerstandszone folgt der Bereich um 111,64–111,71, in dem die einfachen gleitenden Durchschnitte (SMA) der letzten 50 und 200 Tage zusammenlaufen. Wird diese Zone überwunden, rücken 112,00 und der 100-Tage-SMA bei 112,19 in den Fokus.

Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung für AUD/JPY an der psychologischen Marke von 110,00. Ein Rückgang unter diese Marke in Richtung der früheren Widerstandslinie, die nun im Bereich von 109,00–109,30 als Unterstützung dient, ist möglich. Darunter folgt 109,00, anschließend das Tief vom 15. Oktober bei 108,64.

AUD/JPY-Kurschart – Tagesbasis

AUD/JPY-Tageschart

Häufig gestellte Fragen zum japanischen Yen

Der japanische Yen (JPY) gehört zu den weltweit meistgehandelten Währungen. Sein Wert wird grundsätzlich von der Entwicklung der japanischen Wirtschaft bestimmt. Im Einzelnen spielen unter anderem die Geldpolitik der Bank of Japan, die Renditedifferenz zwischen japanischen und US-amerikanischen Anleihen sowie die Risikobereitschaft der Marktteilnehmer eine Rolle.

Zu den Aufgaben der Bank of Japan gehört die Steuerung des Wechselkurses, weshalb ihre Maßnahmen für den Yen von entscheidender Bedeutung sind. Die BoJ hat gelegentlich direkt an den Devisenmärkten interveniert, in der Regel, um den Wert des Yen zu senken. Aus Rücksicht auf politische Bedenken ihrer wichtigsten Handelspartner sieht sie jedoch von häufigen Eingriffen ab. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ zwischen 2013 und 2024 führte zu einer Abwertung des Yen gegenüber den wichtigsten anderen Währungen, da die geldpolitischen Ausrichtungen der Bank of Japan und anderer großer Zentralbanken zunehmend auseinanderliefen. In jüngerer Zeit hat die schrittweise Abkehr von dieser ultralockeren Geldpolitik den Yen etwas gestützt.

Im vergangenen Jahrzehnt hat das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik zu einer zunehmenden geldpolitischen Divergenz gegenüber anderen Zentralbanken geführt, insbesondere gegenüber der US-Notenbank Federal Reserve. Dies begünstigte eine Ausweitung der Renditedifferenz zwischen zehnjährigen US-amerikanischen und japanischen Staatsanleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stützte. Die Entscheidung der BoJ im Jahr 2024, sich schrittweise von der ultralockeren Geldpolitik zu verabschieden, trägt zusammen mit Zinssenkungen anderer großer Zentralbanken dazu bei, diese Differenz zu verringern.

Der japanische Yen gilt häufig als sicherer Hafen. Das bedeutet, dass Anleger in Phasen angespannter Märkte aufgrund seiner vermeintlichen Verlässlichkeit und Stabilität eher dazu neigen, ihr Geld in der japanischen Währung anzulegen. In turbulenten Zeiten dürfte der Yen daher gegenüber anderen Währungen aufwerten, die als riskantere Anlagen gelten.