
Gold (XAU/USD) notiert nahe 4.100 US-Dollar, doch die drei jüngsten Analysen sind sich uneinig, was dieses Niveau bedeutet: Eine wertet die Erholung von der Unterstützung als Bestätigung eines möglichen Anstiegs in Richtung 4.227 US-Dollar. Eine andere argumentiert, dass jede Rally anfällig bleibt, solange der Kurs unter seinem exponentiellen gleitenden 20-Tage-Durchschnitt (EMA) liegt. Die dritte verweist auf die anstehende Kaufsaison zum indischen Diwali-Fest als Bewährungsprobe für die physische Nachfrage am Markt.


Gharib vertritt die bullische Sicht und analysiert Gold anhand der Arc-Cycle-Analyse im 4-Stunden-Chart. „Die Erholung bestätigt eine bullische Reaktion und eröffnet Potenzial für einen weiteren Anstieg in Richtung 4.227“, schreibt er nach einem gescheiterten Versuch, den Unterstützungsbogen bei 1 (100 %) innerhalb des aktuellen Zyklus nach unten zu durchbrechen. Sein Vorbehalt ist eindeutig: „Ein nachhaltiger Schlusskurs auf 4-Stunden-Basis unter 4.105 würde das bullische Szenario hinfällig machen und könnte den Weg zum nächsten Unterstützungsbogen wieder öffnen.“ Seine Marke wird bereits auf die Probe gestellt: Der von den anderen Analysten genannte Kassakurs ist auf 4.095 US-Dollar gesunken. — Vollständigen Bericht lesen
Dua ist der Bär im Trio und berichtet: „Gold verliert am Donnerstag im asiatischen Handel 1 % auf rund 4.095 US-Dollar. Hintergrund sind Befürchtungen, dass sich der Anstieg der weltweiten Inflationserwartungen aufgrund der verschärften geopolitischen Spannungen im Nahen Osten weiter beschleunigen könnte.“ Seine Argumentation stützt sich auf die Geldpolitik: Höherer Inflationsdruck drängt die Zentralbanken zu einer restriktiveren Geldpolitik, was „für unverzinsliche Anlagen wie Gold nichts Gutes verheißt“. Von der Fed wird erwartet, dass sie die Zinsen am kommenden Mittwoch in der Spanne von 3,75 % bis 4,00 % belässt. Der entscheidende Impuls dürfte dabei von ihrem geldpolitischen Ausblick ausgehen, nicht unbedingt von der Entscheidung selbst. Aus technischer Sicht liegt XAU/USD unter dem 20-Tage-EMA bei etwa 4.172 US-Dollar, während sich der RSI mit rund 40 im negativen Bereich befindet. Ein Tagesschlusskurs über dem EMA ist nötig, um die Abwärtstendenz abzuschwächen. — Vollständigen Bericht lesen
Bina richtet den Blick auf den physischen Markt. Laut WGC entfielen im zweiten Quartal 27 % der weltweiten Schmucknachfrage und 16 % der weltweiten Nachfrage nach Barren und Münzen auf Indien. Deshalb sind „Käufe zur Festsaison ein sichtbarer Einflussfaktor auf dem physischen Markt hinter XAU/USD“, wobei Dhanteras am 6. November und Diwali am 8. November stattfinden. Die Saison 2026 beginnt unter erschwerten Bedingungen: ein Einfuhrzoll von 15 % (die größte jemals verzeichnete Erhöhung, eingeführt Mitte Mai), eine schwächere Rupie und eine Nachfragestruktur, die sich von Schmuck hin zu Anlagegold verschoben hat. Die Käufe von Barren und Münzen erreichten im ersten Halbjahr rund 113 Tonnen und damit den höchsten Stand seit 13 Jahren. Das Signal der preissensiblen Nachfrage ist bereits positiv: Mitte Oktober wechselten Händler von Abschlägen von bis zu 6 US-Dollar je Unze zu Aufschlägen von bis zu 7 US-Dollar. Es waren die ersten Aufschläge seit mehr als drei Monaten, da der Preisrückgang die Käufe ankurbelte, wie es in dem Beitrag unter Berufung auf Reuters heißt. Auf seiner Beobachtungsliste für die Festsaison stehen die Frage, ob der Aufschlag nach Diwali bestehen bleibt, die Importdaten für Oktober sowie der Einfluss der Rupie. — Vollständigen Bericht lesen
Nur eine Kursmarke trennt den Markt von einer Richtungsentscheidung: Damit Gharibs bullisches Arc-Szenario Bestand hat, muss sich der Kurs auf 4-Stunden-Schlusskursbasis wieder nachhaltig über 4.105 US-Dollar etablieren. Duas bärisches Szenario setzt dagegen voraus, dass der EMA bei 4.172 US-Dollar weitere Rallys abweist. Aktuell liegt der Kurs unter beiden Marken. Bina bringt eine dritte Variable ins Spiel, die Charts nicht einpreisen können: die indische Nachfrage zur Festsaison, deren Preisaufschlag gerade erstmals seit mehr als drei Monaten wieder positiv geworden ist. Zuerst gilt es, den 4-Stunden-Schlusskurs an der Marke von 4.105 US-Dollar zu beobachten, dann den geldpolitischen Ausblick der Fed am Mittwoch und schließlich den Aufschlag nach Diwali. Eine starke physische Nachfrage zu Beginn der Festsaison kann den Ausschlag geben, was die technische Analyse nur selten vorwegnimmt.
(Dieser Artikel wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt und von einem Redakteur geprüft. Mehr erfahren.)