EUR/USD-Kursprognose: 200-Wochen-SMA bietet letzte Unterstützung vor weiteren Kursverlusten

  • EUR/USD bleibt unter Druck, da ein festerer US-Dollar und Sorgen um Frankreichs Staatsfinanzen den Euro belasten.
  • Der Wochenchart bleibt bärisch ausgerichtet, da das Währungspaar unter wichtigen gleitenden Durchschnitten notiert.
  • Der RSI nähert sich dem überverkauften Bereich, während sich der 200-Wochen-SMA als zentrale Unterstützung erweist.

EUR/USD gibt am Freitag nach, da der US-Dollar (USD) nach dem Rückgang vom Donnerstag zusammen mit den Renditen von US-Staatsanleihen wieder etwas zulegt. Sorgen um Frankreichs Staatsfinanzen belasten den Euro (EUR) zusätzlich. Unterdessen richten Händler ihren Blick auf die Zinsentscheidungen der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) und der Europäischen Zentralbank (EZB) in der kommenden Woche.

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Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels notiert das Währungspaar bei rund 1,1190 und damit 0,22 % im Tagesminus. Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des US-Dollar gegenüber einem Korb aus sechs wichtigen Währungen abbildet, liegt unterdessen bei rund 101,82, nachdem er am Donnerstag mit 101,45 ein Dreiwochentief erreicht hatte.

Fed und EZB dürften zunächst pausieren, sich aber für Zinserhöhungen im Dezember bereithalten

Die Ökonomen der Commerzbank argumentieren, dass „die Fed und die EZB somit gute Gründe haben, im Oktober zu pausieren, nicht zuletzt, um mehr Klarheit über die wirtschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen zu gewinnen“. Für die Zeit danach erwarten sie eine Fortsetzung der geldpolitischen Straffung. Nach Einschätzung der Bank dürften „im Dezember jedoch beide Zentralbanken auf die anhaltend hohe Inflation reagieren und die Zinsen — wie an den Terminmärkten eingepreist — um 25 Basispunkte anheben“. Die Commerzbank betont, dass dieser Ausblick unter Vorbehalt steht, und ergänzt: „Die Prognose für die EZB setzt voraus, dass die Lage am französischen Staatsanleihemarkt nicht eskaliert.“

Technische Analyse: Wochenchart

EUR/USD hält sich knapp über dem einfachen gleitenden 200-Wochen-Durchschnitt (SMA) bei 1,1105, bleibt jedoch unter dem 50-Wochen-SMA bei 1,1585 und dem 100-Wochen-SMA bei 1,1379. Damit behalten die Verkäufer die Oberhand.

Das Währungspaar notiert zudem unter dem 38,2-%-Fibonacci-Retracement bei 1,1355 und dem 23,6-%-Retracement bei 1,1634, was das Aufwärtspotenzial zusätzlich begrenzt. Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt mit 34 knapp oberhalb des überverkauften Bereichs, während der Moving Average Convergence Divergence (MACD) negativ bleibt. Beide Indikatoren deuten auf anhaltenden, wenn auch nicht extremen Verkaufsdruck hin. Der Average Directional Index (ADX) von rund 20 signalisiert dabei eine moderate Trendstärke.

Auf der Unterseite liegt eine erste Unterstützung nahe dem 50,0-%-Fibonacci-Retracement bei 1,1130, dicht gefolgt vom 200-Wochen-SMA bei 1,1105. Bei einer Fortsetzung der Abwärtsbewegung kämen das 61,8-%-Retracement bei 1,0905 und das 78,6-%-Niveau bei 1,0585 in den Blick, bevor die strukturelle Unterstützung im Bereich des 100,0-%-Retracements bei 1,0177 relevant würde.

Auf der Oberseite bildet das 38,2-%-Fibonacci-Retracement bei 1,1355 die erste Hürde, gefolgt vom 100-Wochen-SMA bei 1,1379. Eine deutlichere Erholung würde hingegen einen Wochenschluss oberhalb des 50-Wochen-SMA bei 1,1585 und des 23,6-%-Retracements bei 1,1634 erfordern. Diese bilden zusammen eine ausgeprägte Widerstandszone, die eine weitergehende Erholung begrenzt.

(Die technische Analyse dieses Artikels wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)

Euro-Kursentwicklung in dieser Woche

Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung des Euro (EUR) gegenüber den aufgeführten wichtigen Währungen in dieser Woche. Am stärksten entwickelte sich der Euro gegenüber dem US-Dollar.

USD EUR GBP JPY CAD AUD NZD CHF
USD -0,07 % -0,45 % -0,74 % -0,83 % -1,12 % -0,74 % -0,11 %
EUR 0,07 % -0,35 % -0,65 % -0,72 % -0,96 % -0,64 % -0,01 %
GBP 0,45 % 0,35 % -0,29 % -0,36 % -0,58 % -0,29 % 0,40 %
JPY 0,74 % 0,65 % 0,29 % -0,08 % -0,39 % -0,00 % 0,75 %
CAD 0,83 % 0,72 % 0,36 % 0,08 % -0,30 % 0,13 % 0,77 %
AUD 1,12 % 0,96 % 0,58 % 0,39 % 0,30 % 0,31 % 0,97 %
NZD 0,74 % 0,64 % 0,29 % 0,00 % -0,13 % -0,31 % 0,68 %
CHF 0,11 % 0,01 % -0,40 % -0,75 % -0,77 % -0,97 % -0,68 %

Die Heatmap zeigt die prozentualen Veränderungen wichtiger Währungen gegeneinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte gewählt, die Kurswährung aus der obersten Zeile. Wenn Sie beispielsweise in der linken Spalte den Euro auswählen und der Zeile horizontal bis zum US-Dollar folgen, zeigt das entsprechende Feld die prozentuale Veränderung von EUR (Basiswährung)/USD (Kurswährung).