Ethereum-Staking erreicht Rekordniveau, doch Rendite und Gebühreneinnahmen sinken

  • Das Staking-Volumen von Ethereum erreichte im dritten Quartal einen Rekordwert von 43,8 Millionen ETH und damit 35,9 % des Gesamtangebots, während die annualisierten Renditen auf 2,63 % sanken.
  • ETH generierte im dritten Quartal 40,64 Millionen US-Dollar an Gebühren und MEV-Erträgen, während die durchschnittlichen Tageseinnahmen um 40,2 % auf 198 ETH zurückgingen.
  • Ethereum verarbeitete im Quartal 199,32 Millionen Transaktionen

Das Staking-Volumen von Ethereum (ETH) erreichte im dritten Quartal 2026 einen Rekordwert von 43,8 Millionen ETH, während die annualisierten Staking-Renditen zurückgingen, wie der Krypto-Vermögensverwalter Bitwise mitteilte.

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Ethereum-Staking erreicht neuen Rekord bei sinkenden Renditen

In seinem am Dienstag veröffentlichten Staking-Bericht für das vierte Quartal erklärte Bitwise, dass zum Ende des Quartals 35,9 % des gesamten Ether-Angebots im Staking gebunden waren. Die Nettozuflüsse ins Staking erreichten 1,99 Millionen ETH. Damit wurde das sechste Quartal in Folge ein Wachstum verzeichnet.

Während die Staking-Aktivität zunahm, sank die annualisierte Brutto-Staking-Rendite von ETH von 2,91 % im ersten Quartal auf 2,81 % im zweiten Quartal und ging im dritten Quartal weiter auf 2,63 % zurück.

Der Bericht führt den Rückgang auf das gestiegene Volumen der im Staking gebundenen ETH sowie auf geringere Ausführungsbelohnungen aus Transaktionsgebühren und dem maximal extrahierbaren Wert (Maximal Extractable Value, MEV) zurück.

„Je mehr ETH im Staking gebunden sind, desto größer ist der Pool, auf den sich die Belohnungen verteilen. Dadurch sinkt die Rendite je ETH“, schrieb Bitwise.

Konsensbelohnungen, die durch die Ausgabe neuer ETH auf Protokollebene entstehen, trugen 2,53 Prozentpunkte zur Rendite im dritten Quartal bei und machten damit 96,3 % der Gesamtrendite aus. Prioritätsgebühren und MEV steuerten lediglich 0,10 Prozentpunkte bei.

Die Blockchain generierte im dritten Quartal zudem 18.210 ETH an Gebühren und MEV-Erträgen im Wert von rund 40,64 Millionen US-Dollar. Die durchschnittlichen Tageseinnahmen sanken von 331 ETH im zweiten Quartal auf 198 ETH. Dies entspricht einem Rückgang um 40,2 % und dem niedrigsten Stand seit dem ersten Quartal 2025.

Zugleich verarbeitete Ethereum im Quartal 199,32 Millionen Transaktionen. Zwar lag diese Zahl leicht unter den 203,85 Millionen des zweiten Quartals, doch gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg das Transaktionsvolumen um 35,3 %.

Unterdessen sanken die durchschnittlichen Kosten für vier gängige Transaktionsarten, darunter ETH-Transfers, ERC-20-Transfers, Geschäfte an dezentralen Börsen und der Handel mit nicht fungiblen Token, im Jahresvergleich um 67 % von 1,35 US-Dollar auf 0,45 US-Dollar.

Bitwise führte die niedrigeren Kosten teilweise auf die gestiegene Netzwerkkapazität zurück. Diese verringerte den Wettbewerb um Platz in den Blöcken und übte Abwärtsdruck auf die Transaktionsgebühren aus.

„Die zusätzliche Aktivität hat bislang nicht zu einer stärkeren Wertabschöpfung geführt“, hieß es in dem Bericht.

Ethereum war nicht das einzige große Proof-of-Stake-Netzwerk, das rückläufige Staking-Renditen verzeichnete.

Bei Solana waren zum Ende des dritten Quartals 69 % des Angebots im Staking gebunden, während die annualisierte Bruttorendite von 6,38 % auf 5,99 % sank.

NEAR verzeichnete eine Staking-Quote von 46 % und eine Rendite von 4,87 %. Bei Hyperliquid waren unterdessen 436 Millionen HYPE im Staking gebunden, die eine annualisierte Bruttorendite von 2,24 % erzielten.

Auch die Zahl der Solana-Validatoren ging im Quartal von 696 auf 659 zurück. Bitwise führte den Rückgang auf Kostendruck zurück. Die Zahl der Validatoren lag rund 30 % unter dem Vorjahreswert.

Tokenisierte Aktien gewinnen in Krypto-Netzwerken an Bedeutung

Über das Staking hinaus hob der Bericht die zunehmende Aktivität an den Märkten für tokenisierte Vermögenswerte hervor.

Das Handelsvolumen tokenisierter Aktien auf Solana stieg um 45 % auf 6,93 Milliarden US-Dollar. Auf Hyperliquid entfielen 36,5 % des Handelsvolumens bei Perpetual Futures auf Märkte außerhalb des Kryptosektors.

Auch Robinhood Chain verzeichnete ein deutliches Wachstum: Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen mit Aktien-Token stieg zwischen Juli und September auf das 22-Fache. Das Netzwerk generierte in seinem ersten Quartal mehr als 50 Millionen US-Dollar an Gebühren und damit mehr als das Ethereum-Mainnet, auf dem es aufbaut.

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