
Das Währungspaar USD/CAD lockt am Dienstag nahe der psychologisch wichtigen Marke von 1,4000 einige Käufer an, die den Rücksetzer zum Einstieg nutzen. Angesichts eines auf breiter Front festeren US-Dollars (USD) macht es damit einen Teil der moderaten Verluste vom Vortag wett. Ein erneuter Anstieg der Rohölpreise stützt jedoch den rohstoffabhängigen kanadischen Dollar und begrenzt die Kursgewinne, während die Händler gespannt auf die wichtigen Notenbanktermine dieser Woche warten.

Die Bank of Canada (BoC) wird ihre Entscheidung am Mittwoch bekannt geben, wobei am Markt auf eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte gesetzt wird. Im Mittelpunkt dürfte jedoch weiterhin das Ergebnis der zweitägigen FOMC-Sitzung stehen. Darüber hinaus werden Anleger die Äußerungen des Vorsitzenden der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), Kevin Warsh, auf der anschließenden Pressekonferenz genau verfolgen, um weitere Hinweise auf den künftigen geldpolitischen Kurs zu erhalten. Dies geschieht im Vorfeld wichtiger US-Konjunkturveröffentlichungen am Donnerstag: der ersten Schätzung des Bruttoinlandsprodukts für das dritte Quartal und des Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE). Diese Entwicklungen werden wiederum maßgeblich die Kursdynamik des US-Dollars beeinflussen und dem Währungspaar USD/CAD wichtige Impulse geben.
Unterdessen scheinen die Händler überzeugt zu sein, dass die US-Notenbank die Zinsen angesichts der durch hohe Energiepreise geschürten Inflationssorgen bis zum Jahresende erneut anheben wird. Zudem sorgen die festgefahrenen Gespräche zwischen den USA und dem Iran sowie erneute Angriffe auf Saudi-Arabien dafür, dass die geopolitische Risikoprämie bestehen bleibt. Dies verhilft dem als sicherer Hafen geltenden US-Dollar am dritten Tag in Folge zu Kursgewinnen. Das könnte dem Währungspaar USD/CAD weiterhin Rückenwind verleihen. Bärisch positionierte Händler sollten daher eine gewisse Vorsicht walten lassen, bevor sie auf eine Fortsetzung des jüngsten Rückgangs setzen, der nach dem Abprallen an der Marke von 1,4300 einsetzte. Diese Marke wurde Anfang dieses Monats erreicht und war der höchste Stand seit April 2025.
Das Währungspaar USD/CAD bleibt kurzfristig bärisch ausgerichtet, solange es unter dem exponentiellen gleitenden Durchschnitt (EMA) über 200 Perioden im Vierstundenchart bei 1,4070 notiert. Zudem begrenzt inzwischen eine dichte Widerstandszone das Aufwärtspotenzial. Sie beginnt am 23,6-%-Fibonacci-Retracement bei 1,4048 und erstreckt sich bis zum EMA. Dies deutet darauf hin, dass Erholungsbewegungen unterhalb dieser Niveaus anfällig für Rückschläge bleiben.
Weiter oben liegen zusätzliche Hürden am 38,2-%-Retracement bei 1,4097, gefolgt vom 50,0-%-Niveau bei 1,4136 und dem 61,8-%-Retracement bei 1,4176. Danach folgen 1,4232 und 1,4303. Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung am Ausgangspunkt der Fibonacci-Messung nahe 1,3969. Ein Bruch dieser Marke würde den Weg für eine tiefere Korrektur innerhalb des übergeordneten Aufwärtszyklus ebnen, der durch dieses strukturelle Tief und das Hoch bei 1,4303 definiert ist.
(Die technische Analyse dieses Artikels wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
Die Bank of Canada (BoC) gibt ihre Zinsentscheidung jeweils am Ende ihrer acht regulären Sitzungen pro Jahr bekannt. Geht die BoC davon aus, dass die Inflation über dem Zielwert liegen wird, verfolgt sie einen restriktiven Kurs und erhöht die Zinsen, um die Inflation zu senken. Das wirkt sich positiv auf den CAD aus, da höhere Zinsen stärkere Zuflüsse ausländischen Kapitals anziehen. Erwartet die BoC hingegen, dass die Inflation unter den Zielwert fällt, verfolgt sie einen expansiven Kurs und senkt die Zinsen, um die kanadische Wirtschaft anzukurbeln, in der Hoffnung, dass die Inflation wieder steigt. Das wirkt sich negativ auf den CAD aus, da dadurch weniger ausländisches Kapital ins Land fließt.
Mehr erfahren.Nächste Veröffentlichung: Mi., 28. Okt. 2026, 13:45 Uhr
Häufigkeit: Unregelmäßig
Konsensprognose: 2,5 %
Vorheriger Wert: 2,25 %
Quelle: Bank of Canada