AUD/USD-Kursprognose: Australischer Dollar gerät nach taubenhaftem Zinsschritt der RBA unter Druck

  • AUD/USD notiert deutlich schwächer, da die von zurückhaltenden Signalen begleitete Zinserhöhung der RBA den australischen Dollar stark belastet.
  • Die Kommunikation der RBA signalisierte, dass die Hürde für eine weitere Zinserhöhung hoch ist.
  • Vom Ausgang der US-Zwischenwahlen wird kurzfristiger Druck auf den US-Dollar erwartet.

Der australische Dollar (AUD) entwickelt sich am Dienstag schwächer als die anderen wichtigen Währungen und notiert während des europäischen Handels gegenüber dem US-Dollar (USD) mit einem Minus von 0,45 % bei rund 0,6965.

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Die australische Währung steht unter erheblichem Druck, da die Reserve Bank of Australia (RBA) wenig Interesse an weiteren Zinserhöhungen zu haben scheint, nachdem sie im früheren Tagesverlauf ihren Leitzins, die Official Cash Rate (OCR), um 25 Basispunkte auf 4,85 % angehoben hatte.

Australischer Dollar gibt nach: RBA begleitet Zinserhöhung mit zurückhaltenden Signalen und schwächerem Ausblick

Die Analysten von ING stellen fest, dass der australische Dollar „heute Morgen unter Druck geriet, nachdem die RBA die Zinsen wie erwartet auf 4,85 % angehoben, dabei aber einige geldpolitisch zurückhaltende Signale gesendet hatte“. Sie betonen, dass „das Abstimmungsergebnis von 6 zu 3 darauf hindeutet, dass die heutige Entscheidung mit weniger Überzeugung getroffen wurde, als die Markterwartungen vermuten ließen, in denen eine Zinserhöhung nahezu vollständig eingepreist war (21 Basispunkte)“. Dies unterstreicht eine weniger entschlossene geldpolitische Haltung, als die Anleger erwartet hatten.

ING ergänzt, dass „die Erklärung erstmals seit Juni keinen Hinweis mehr auf mögliche weitere Zinserhöhungen enthielt“, während „der Konjunkturausblick deutlich nach unten revidiert wurde, wobei der Schwerpunkt auf sinkenden Immobilienpreisen, die die Verbraucher belasten, und Aufwärtsrisiken für die Arbeitslosigkeit lag“. Auf der Pressekonferenz habe Notenbankchefin Michele Bullock „den abwartenden Ansatz der RBA bekräftigt und betont, dass die geldpolitische Straffung ihre Wirkung auf die Wirtschaft erst noch entfalten muss“.

ING zufolge „ließ sie die Tür für weitere Straffungen offen, doch die Hürde liegt nun eindeutig höher“. Die RBA scheine „zunächst die Auswirkungen der bisherigen Zinserhöhungen abwarten zu wollen, bevor sie erneut handelt“. „Dies entspricht unserer Prognose, dass die RBA die Zinsen nicht weiter anheben wird“, fügte ING hinzu.

Der nächste wichtige Impuls für den australischen Dollar werden die Handelsbilanzdaten für September sein, deren Veröffentlichung für Donnerstag vorgesehen ist.

Unterdessen wird der US-Dollar im Vorfeld der Zwischenwahlen in den Vereinigten Staaten (USA) im späten nordamerikanischen Handel zurückhaltend gehandelt.

Die Strategen von ING schreiben: „Wir erwarten nicht, dass die heutigen Ergebnisse der US-Zwischenwahlen strukturelle Veränderungen am Devisenmarkt auslösen. Der Dollar könnte jedoch kurzfristig unter Druck geraten, sollten die Demokraten sowohl das Repräsentantenhaus (allgemein erwartet) als auch den Senat (knapper Ausgang) für sich gewinnen.“

Ihr Basisszenario lautet, dass „die Märkte einen Verlust des Repräsentantenhauses durch die Republikaner vollständig, einen Sieg der Demokraten in beiden Kammern jedoch nur teilweise eingepreist haben“ und dass „ein Sieg der Demokraten in beiden Kammern den Dollar etwas unter Druck setzen kann“.

ING warnt: „Die Sorge vor einer strengeren Regulierung könnte KI-Aktien belasten (wir haben zuletzt gesehen, wie das den US-Dollar treffen kann). Gleichzeitig könnten die Märkte größere Risiken politischer Blockaden bei Themen wie der Finanzierung des Staatshaushalts und der Schuldenobergrenze einpreisen.“ Dennoch betonen die Strategen: „Wir bezweifeln, dass dies ausreicht, um einen strukturellen Richtungswechsel beim Dollar auszulösen. Der US-Dollar reagiert weiterhin vor allem auf die Entwicklungen rund um die Fed, auf die das Ergebnis der Zwischenwahlen keine unmittelbaren und direkten Auswirkungen haben dürfte. Wir erwarten, dass ein geteilter Kongress (Republikaner im Senat, Demokraten im Repräsentantenhaus) neutrale oder leicht positive Auswirkungen auf den USD haben wird.“

Technische Analyse zu AUD/USD

Im Tageschart notiert AUD/USD bei 0,6967 und weist kurzfristig weiterhin eine bärische Tendenz auf, da das Währungspaar unter dem exponentiellen gleitenden 20-Tage-Durchschnitt (EMA) bei 0,7008 bleibt. Der Relative-Stärke-Index (RSI) von rund 42 deutet lediglich auf ein moderates Abwärtsmomentum hin, nicht auf eine ausgeprägt überverkaufte Lage.

Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung im Bereich der früheren Ausbruchszone um 0,6904, gefolgt von der strukturellen Trendlinienunterstützung nahe 0,6834. Auf der Oberseite bildet der 20-Tage-EMA bei 0,7008 den ersten zu überwindenden Widerstand. Ein nachhaltiger Anstieg über diese Hürde wäre erforderlich, um den bärischen Druck zu mindern und den Weg für eine tragfähigere Erholung zu ebnen.

(Die technische Analyse dieses Artikels wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)

Wirtschaftsindikator

Zinsentscheidung der RBA

Die Reserve Bank of Australia (RBA) gibt ihre Zinsentscheidung jeweils am Ende ihrer acht planmäßigen Sitzungen pro Jahr bekannt. Nimmt die RBA angesichts der Inflationsaussichten eine restriktive Haltung ein und erhöht die Zinsen, wirkt sich dies in der Regel bullisch auf den australischen Dollar (AUD) aus. Vertritt die RBA dagegen eine expansive Haltung zur australischen Wirtschaft und lässt die Zinsen unverändert oder senkt sie, wird dies als bärisch für den AUD angesehen.

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Letzte Veröffentlichung: Di., 03. Nov. 2026, 03:30

Häufigkeit: Unregelmäßig

Aktueller Wert: 4,85 %

Konsensprognose: 4,85 %

Vorheriger Wert: 4,6 %

Quelle:Australische Zentralbank